Mitgliederversammlung des DOSB und Vollversammlung der NOV in Magdeburg

Positive Zeichen auch für den nicht-olympischen Sport

Die Delegierten der IG-NOV trafen sich bereits am vergangenen Freitag zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung, die sich ausführlich und intensiv und in sehr konstruktiver Art und Weise mit der Vorbereitung der Themen und der Beschlussfassungen der DOSB-Mitgliederversammlung befasste. Wichtige Informationen gab es auch zu den bevorstehenden World Games 2017 in Breslau, Polen.

Die 13. Mitgliederversammlung des DOSB beschloss tags darauf das Konzept zur Neustrukturierung des Leistungssports und der Spitzensportförderung mit überwältigender Mehrheit. Bis zum Schluss wurde in den verschiedenen Gremien noch an der Formulierung der Beschlussvorlage gefeilt. Es ist den Vertretern der IG-NOV gelungen, die nicht-olympischen Sportarten und Disziplinen darin explizit zu platzieren.

Das vorliegende Konzept, das die Eckpunkte der geplanten Reform beschreibt, ist das Ergebnis eines zweijährigen Diskussionsprozesses in verschiedenen politischen und sportpolitischen Gremien. Allerdings, so stellte DOSB-Präsident Alfons Hörmann klar, die eigentliche Arbeit beginne erst jetzt nach der Mitgliederversammlung. Dies trifft vor allem auch auf die NOVs zu.

Der Beschluss zur Leistungssportreform besagt (Quelle PM des DOSB):

Unter der Prämisse eines an humanen Werten orientierten Leistungssports ist es das gemeinsame Ziel der Leistungssportreform, im internationalen Wettbewerb erfolgreicher zu werden. Die Athletinnen und Athleten sollen im Fokus des künftigen Fördersystems stehen und über ihr gesamtes Sportlerleben – von der Talentsichtung bis zur nachsportlichen Berufskarriere – effizienter gefördert werden. Dazu dienen unter anderem:

- eine nicht nur erfolgs-, sondern vorrangig potenzialorientierte Festlegung der Fördermaßnahmen,
- eine Optimierung der Situation von Trainerinnen und Trainern, insbesondere durch verlässliche Arbeitsverträge und angemessene Vergütung,
- eine Stärkung des hauptberuflichen Leistungssportpersonals, insbesondere der Sportdirektoren in den Spitzenverbänden sowie der Aufbau einer hauptberuflichen Leitung aller Bundesstützpunkte,
- eine differenzierte Betrachtung der einzelnen Sportarten und Disziplinen sowie ihrer Entwicklungschancen, insbesondere auch der Mannschaftssportarten, um sie zielgerecht fördern zu können,
- eine Einbindung der Athletenvertreterinnen und -vertreter u.a. in die Strukturgespräche
- eine sachgerechte Konzentration der Stützpunktstruktur,
- eine stärkere, den Anforderungen der Sportpraxis entsprechende wissenschaftliche Unterstützung des Leistungssports,
- die Stärkung der Rolle des DOSB bei der Steuerung des Leistungssports.

Die nicht-olympischen Sportarten und Disziplinen sind Bestandteil des gesamten deutschen Leistungssportsystems. Im Rahmen der Weiterentwicklung des Konzeptes wird eine auf ihre Belange angepasste Ergänzung gemeinsam erarbeitet.

Die Mitgliederversammlung erwartet vom Bund und von den Ländern zur Ausgestaltung der Reform einen signifikanten finanziellen Aufwuchs der Leistungs- und Spitzensportförderung. Nur unter dieser Voraussetzung können die vorgesehenen Maßnahmen greifen und die erwünschte Wirkung entfalten.

Mit der Umsetzung der Reformmaßnahmen wird unverzüglich begonnen. Sie sollen ab 2019 in vollem Umfang wirksam werden. Die Jahre 2017 und 2018 sind Übergangsjahre, in denen die Verbände Planungssicherheit mindestens auf dem bisherigen Förderniveau benötigen

Weitere Informationen zur Mitgliederversammlung sowie die Beschlüsse finden Sie beim DOSB

(Text: Estler)



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